Sulpius Severus erz�hlt �ber Martin von Tours

Rom, Collosseum
In einem Amphitheater (von griechisch amphi, "um, herum") war die Arena vollständig von Zuschauern umgeben. Amphitheater waren der reguläre Ort für Gladiatorenspiele und Tierhetzen. Das größte Amphitheater ist das Collosseum in Rom. Im Jahre 80 n. Chr. wurde es von Kaiser Titus mit hunderttägigen Spielen eröffnet. Ursprünglich war das Collosseum 57 m hoch und in vier Stockwerke gegliedert. Es sollen 87000 Sitzplätze und 15000 Stehplätze vorhanden gewesen sein.

Blick in das Innere des Colloseums
Das Spielfeld war unterkellert. Je nach Veranstaltungsart konnten die Kellerdecken aus hölzernen Planken abgenommen und bestimmte Raumteile mit Wasser gefüllt werden, beispielsweise um Nilpferde und Krokodile miteinander kämpfen zu lassen. Die Tiere wurden in Gelassen unter den ersten Sitzreihen gefangen gehalten. Je nach Programm reizte man sie durch Hunger zur Kampfbereitschaft.

Nach dem Vorbild Roms wollte jede größere Stadt für sich ein Amphitheater. Dieses Bild zeigt das Theater von Capua südlich von Rom.

Die Schaulust des Volkes war so groß, dass auch das Christentum keine rasche Änderung herbeiführen konnte. Obwohl die Gladiatorenkämpfe verboten wurden, fand die letzte Tierjagd erst im Jahre 523 statt.

Kaiser Augustus schreibt in einem Rechenschaftsbericht, dass er "zum Vergnügen des Volkes" 26 Tierkämpfe veranstaltete, bei denen rund 3500 wilde Tiere getötet worden seien. Von den Menschenopfern ist keine Rede. Von einer Großveranstaltung im Jahre 248 hören wir, dass 30 Elefanten, 10 Tieger, 60 Löwen, 50 Leoparden, 10 Hyänen, ein Nashorn, ein Flusspferd, 10 Giraffen, 10 wilde Esel und 40 wilde Pferde in die Arena geschickt wurden.

Der römische Staatsmann Cicero (106-43 v. Chr.) fragte dazu: "Welches Vergnügen kann es einem gebildeten Menschen machen, wenn entweder der Jagdspieß ein stattliches Tier durchbohrt, oder ein schwacher Mensch von einer starken Bestie zerrissen wird?"